
Chronologie und Dokumentation
Raum der Stille 2025
Marienkirche Steyr
"Kunst und Spiritualität - mutig sanft mutig"
Es war für mich so ein schönes Gefühl die Vorarbeiten zum „Raum der Stille 2025“ miterleben zu dürfen. Die Arbeit der Citypastoral Steyr mit Heidi Staltner-Kix und den ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen erfahren zu können.
So viele Ideen und Liebe stecken darin.
Alles
mit Liebe für den Nächsten
der in der eher lauten und vielleicht hektischen Adventmarkt Zeit das Gegenteil sucht.
Dann die
strahlenden Gesichter und leuchtenden Augen der vielen Kirchenbesucherinnen und Besucher in der Marienkirche zu erleben. 8 Schulklassen mit
160 Jugendlichen und über 2.000 Besucher:innen
kamen 2025 in den Raum der Stille mit dem Themen „Kunst und Spiritualität“ wie „mutig sanft mutig“.
Die Installationen des Citypastorals in den drei linken Seitenkapellen der Marienkirche wurden als interaktive Ebene des Gesamtkonzeptes geplant. Als „GARDEROBE,
KINDERBEREICH,
WOHNZIMMER“. Dann der
ALTARRAUM mit einer Krippe aus Filz und einem gemeinsamen Stern aus Naturmaterialien, von den Kirchenbesucher:innen geschaffen. Der eigentliche
RAUM DER STILLE
„Gott ganz nahe sein. Kerzen, Weihrauch und Du“ ist der letzte Raum auf der linken Seite. Es ist die „Schmerzenskapelle“ mit der Pieta und lädt zur Meditation und zum Gebet ein.
Mein Zugang zu Raum, Kunst und Zeit zeigte sich im Konzept der drei rechten Seitenkapellen mit den Begriffen
GEBURT,
ERNEUERUNG,
LIEBE. „Gegenwart und Hoffnung“, „Schutt und Walnuss“, Liebe und Nächstenliebe“ waren das Thema.
Besonders freute es mich, als Künstler, die vielen Menschen beobachten zu können die meine Installationen fotografierten. Ganz besondere Freude bereiteten mir die Situationen wenn ich Menschen sah die besonders viel fotografierten, diese kurz vor dem Hinausgehen darauf aufmerksam machen zu können, dass man von der gegenüberliegenden Seite der GEBURT Seitenkapelle, aus dem richtigen Blickwinkel, das Jesuskind im Wolkenbettchen der obersten größten „Wolke in Herzform“ sehen kann. Ich sah dann die Handys, wie sie auf diese sanfte Situation zoomten und fotografierten. Dann das herzliche Danke und die strahlenden Gesichter beim Verlassen der Kirche.
Es war mir eine sehr, sehr große Freude!

Dann kamen die Eingriffe von Menschen die es mit der „Kunst und Spiritualität“ nicht gut meinten.
Zuerst wurde das Werk des Citypastorals mehrfach und andauernd beschädigt. Eine Reisig und Schnitzerei Installation wurde zerstört. Plakate heruntergerissen und Folder, wie Flyer am Boden öfter verstreut. A1 Infoständer wurden umgeworfen. Zetteln mit Anschuldigungen an das Citypastoral (auch namentlich!) wurden in den linken Seitenkapellen angeheftet.
Am 9. Dez. 2025
wurden auf meiner Seitenkapelle der LIEBE einige Neue Testament Bücher und Zettel auf die „Liege der Liebe“ hinzugelegt. Dies wäre der erste Tatbestand nach § 126 des StGB gewesen, da die Person auch die Absperrung mit einer roten Kordel entfernt hat und in die Installation eingestiegen ist. Doch ich erstattete keine Anzeige da ich mir dachte, auch in Hinblick auf das NT Buch mit dem Smiley, vielleicht war es gut gemeint.
Wie später auf dem Video zu erkennen war, war es die Dame, die wahrscheinlich 2024 dreimal diese Rot Kreuz Liege verschleppt und in der Kirche versteckt hat. Damals erstattete ich ergebnislos Anzeige bei der Polizei.

Am 13. Dez. 2025
wurde ich beim 4-stündigen Kerzen- und Weihrauchdienst von einem Mann bedroht. Als ich die Kerzen aus dem Beichtstuhl nehmen wollte, hörte ich eine Stimme hinter mir und drehte mich um. Der Mann, mit seinem Zeigefinger gegen meine Stirn gerichtet, sprach:
„Wenn wir im Islam wären hätten sie jetzt eine Kugel im Kopf. Nehmen sie den Hut ab.“ Ich sagte "Nein" dann berührte er mit dem Zeigefinger in einer schnellen Bewegung meine Hutkrempe, usw.
Eine ehrenamtliche Kollegin des Citypastorals sass auf einem Sessel neben mir und konnte diese Szene beobachten.
Situation am 19. Dez. 2025 12:43
Alle Informationsfolder die in der Kirche auflagen wurden entfernt und in der Seitenkapelle der ERNEUERUNG verstreut. Damit wurde die Ursituation der Rauminstallation zerstört. Ich erstatte bei der Polizei Anzeige nach dem § 126 des StGB.

Am 20. Dez. 2025
wurden die spirituellen Texte des Citypastorals in die Seitenkapelle geworfen. Ich legte weitere Infofolder auf.

Weitere Eingriffe waren die Folge

Am 21. Dez. 2025
entdeckte ich, dass der Drehknauf von der Beichtstuhltür, hinter der die Schachtel mit den Folder gelagert war, herausgerissen wurde.

Seite in Arbeit
Am 22. Dez. wurden die Folder erneut entfernt und in der 2. Seitenkapellen entsorgt.
Am 26. Dez. entdeckte ich die Entfernung der A4 Legenden in Kapelle 1 und 2..
Foto 26.12. 13:22
Am 1. Jän. 2026 musste ich das erste massive § 126 Ereignis in der 1. Seitenkapelle der GEBURT entdecken. Die rote Kordel und der Stacheldraht mit Wolke wurden entfernt und in der Sitzbank versteckt. Ich erstattete die 2. Anzeige bei der Polizei. Das letzte Foto mit dem intakten Urzustand machte ich am 26.12.2025 um 13:22. Der Dienstälteste, kurz vor der Pension stehende, Beamte meinte „Vielleicht gefällt es jemanden nicht“ und „Darf man das? Ein Stacheldraht in der Kirche? Wenn sich jemand verletzt ist das Körperverletzung!“. „Wie auch ein Dornenkranz“ war meine Antwort. Ich fragte „Wenn da täglich was passiert muss ich das dann immer anzeigen?“. „Bitte nicht. Gehen sie am Besten zu den Gericht Sprechtagen und fragen sie dort“. Sie bekommen in ein paar Wochen Bescheid wie die Staatsanwaltschaft entschieden hat“ waren die Schlussworte. Schriftlich habe ich, anders wie bei der ersten Anzeige, nichts bekommen.
Foto 01.01. 14:16
Am 2. Jän. erneuter Eingriff. Diesmal lag der Goldene Stacheldraht mit Wolke am Boden hinter der Sitzbank. Die Kordel wieder in der Sitzbank.
Foto 02.01. 10:30
Als Kunst Antwort installierte ich den Stacheldraht aus der Wunde im Gold kommend.
Zusätzlich drei neue A4 Legenden im Aufsteller mit einer Nachricht an das (Frau) T.S. = Tatverdächtige Subjekt, wie die drei vorhergehenden Legenden daneben liegend.
Foto 02.01. 10:46
Dem Rat des Dienstältesten Polizeibeamte folgend, begann ich mich über die Rechtslage von Anzeigen in Österreich zu informieren. Wenn es komplex wird, dann direkt eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft konnte ich erfahren.
Am 03.01. musste ich dann die Entfernung der Legenden, wie den Diebstahl des goldenen Stacheldrahts mit Wolke feststellen. Dieser Stacheldraht ist ein wesentliches Kunstrelikt aus meinem Landart Projekt. Er war auch Teil meiner Auslageninstallationen im Grünmarkt 14 „Kunst im Leerstand“ 2018 und hat für mich eine ganz besondere Bedeutung.
Ich verfasste eine 27-seitige Anzeige an die Staatsanwaltschaft und brachte diese am 5. Jän. um 09:30 beim Gericht ein. Betreffend „Verdacht der mehrfach Schweren Sachbeschädigung gemäß § 126 des StGB, wie Drohung und Diebstahl.“
Foto 05.01. 09:38
Zwischen 4. und 6. Jänner wurde der HUMANgold Boden in der ersten Seitenkapelle mit Ketchup beschmiert. Die Ketchup Flasche wurde in die zweite Seitenkapelle geworfen.
Am 14.01. wurde das Objekt "Verletztes Herz der Liebe" entfernt. Später wieder gefunden. Auch der Stacheldraht mit Wolke wurde an diesem Tag von der Raumpflegerin gefunden.
Am 15.01. wurden die A4 Ständer mit der § 126 Info entfernt und in die zweite Seitenkapelle geworfen.
Am 16.01. um 8:30 Uhr betätigte ich den Polizei Notruf. Das Kunst Interventionsobjekt zum Ketchup Attentat und die LED Stele wurden umgelegt und die Kordel unter einer Sitzbank versteckt. Direkt vor der Messe (!)
Foto 16.01.
Wie ich später erfuhr hat die vandalisierende Person auch die Messe mit einem lauten Zwischenruf gestört "Die Kunst muss weg!". Seltsamer Weise habe ich bisher von den Kirchen- und Gottesdienst Besucher:innen keinerlei Kontaktaufnahmen bezüglich Kunstvandalismus erhalten.
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