K.O.vid21 #08
LEMNISKATE 08
ERÖFFNUNG
Do. 12. März 2026 um 14 Uhr
DAUER
bis 24. April 2026
BEGRÜSSUNG
Mag. Katrin AUER
(Kulturstadträtin, NR Abg.)
ERÖFFNUNGSREDE
Mag.
Wilhelm MOLTERER


Foto (c) Daniela Köppl
Ulrike Asamer thematisiert in ihren Objekten Kreisläufe und Dualität in ewiger Harmonie und Balance, ausgearbeitet in medizinischen Kanülen. Das Material, bekannt für Verbindung und Transfer, unterstützt merkwürdig polarisierend und verweist pointiert auf eine unendliche Stimulation.
Sie ist Metallkünstlerin und Urheberin des Kanülismus. Medizin und Kultur bezeichnet sie als die zwei essenziellsten Säulen der Menschheit. Ausgebildet in Anästhesiefachpflege absolvierte sie das Studium raum&designstrategien an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. In ihren Kunstwerken verknüpft sie Wissen und Erfahrungen, sie gestaltet basierend auf soziokulturelle Fragestellungen, die ihre Aufmerksamkeit genießen.

Die Druckgraphik ist nicht die Welt alleine, aber sie ist eine Welt für sich!
Sie ist seit jeher das Medium mit den vielfältigsten Ausdrucksmöglichkeiten. Nichts entspricht dem Pluralismus und der Individualisierung unserer Zeit besser als diese. Seit den vorchristlichen Jahrhunderten – und wahrscheinlich noch früher – sind die Menschen fasziniert von den Möglichkeiten des Abreibens von Strukturen, Drucken einfacher Muster und Ornamente, und es ist fast verwunderlich, dass es dennoch bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts dauerte, bis die Druckgraphik die Welt der Kunst, und jene im Allgemeinen wesentlich veränderte.
Über allen Konventionen, die entstehen und wieder hinter sich gelassen werden, steht der innige Umgang mit den Materialien, seinen Eigenschaften, seinem Eigenleben und dem verhältnismäßigen Einsatz der geistigen Ansprüche des ausführenden Künstlers im Zentrum des Tuns. Als Druckgraphiker ist es mir stets Passion, die Sinnlichkeit der Handhabung mit der Wandelbarkeit von Funktion, Form und Inhalt in Einklang zu bringen. Nicht den billigen Reizen schnell verwelkender optischer Sensationen zu erliegen, sondern einen leisen Anspruch auf die Beständigkeit eins neu erschaffenen Elementes zu erheben.
